WIE WIRD DAS
WASSER WIEDER SAUBER?

Die Verbandskläranlage

Wenn auch das vorgelagerte Kanalsystem mit über 300 km Kanälen stetig wächst und immer mehr vom Reinhalteverband betreut wird, so stellt doch die Verbandskläranlage in Bad Ischl  das Herzstück des Reinhalteverbandes Wolfgangsee-Ischl dar.

Nach langen Vorbereitungen wurde die Kläranlage in den Jahren 1984 bis 1988 errichtet.

Ursprünglich war die Kläranlage der Stadt Bad Ischl am orographisch linken Ufer der Traun unterhalb von Bad Ischl zwischen der B 145 und der Traun geplant.

Durch die Verbandsgründung mußte die Anlage aber wesentlich größer gebaut werden und wurde deshalb auf der gegenüberliegenden Traunseite errichtet.

Seit der Errichtung wird die Anlage ohne wesentliche bauliche Abänderungen der Becken und Gebäude betrieben.

Ausgeführt als dreistrassige Anlage mit mechanischer und biologischer Reinigung und als 3. Stufe  mit einer Phosphorfällung als  chemischer Reinigung liefert die Kläranlage bis heute ausgezeichnete Reinigungsergebnisse.

Durch die  damals schon – aufgrund der baulichen Gegebenheiten – entwickelte  Fahrweise mit vorgeschaltener  und intermittierender Denitrifikation konnte die (eigentlich nicht dafür gebaute) Kläranlage schon kurz nach ihrer Inbetriebnahme so betrieben werden, dass neben der Kohlenstoffentfernung auch eine gewährleitet werden kann.

Die 1. Allgemeine Abwasseremissionsverordnung  verlangt  ab 1996 die weitgehende Entfernung von Stickstoff und Phosphor. Während in ganz Österreich große Investitionen für die Erreichung dieser Ziele getätigt werden mußten, wurde die „Anpassung an den Stand der Technik“ beim RVWI 1999 mehr oder minder im Zuge der wr. Kollaudierung „am Papier vollzogen“.

Funktion der Kläranlage

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REINIGUNG BRAUCHT ENERGIE

Für die Reinigung von  täglich  bis zu 45.000 m³ Abwasser wird viel Energie benötigt.  Die im Reinigungsprozess anfallenden organischen Feststoffe werden in 2 je 3.500 m³ Schlamm  fassenden Faultürme gepumpt und verweilen hier ca 100 Tage unter anaeroben Bedingungen. Durch den stattfindenden Gärprozess entsteht Klärgas, eine Mischung auds 65% Methan- und 35 % Kohlendioxyd.

Seit 2008 ist es möglich, den gesamten  elektrischen Energiebedarf der Verbandskläranlage mit dem in den Faultürmen anfallenden Klärgas mit Hilfe von 2 Blockheizkraftwerken  mit 124 kW elektrischer Leistung selbst erzeugen zu können.  Bis zu 14 % „Überschußstrom“ können darüberhinaus  als „Ökostrom“ in das Netz de Energie AG eingespeist werden.

Die Abwärme der  Blockheizkraftwerke wird verwendet, um ganzjährig  die  beiden  Faultürme  und alle Gebäude heizen zu können. Ein riesiger Spiralwärmetauscher hilft dabei, im Winter den kalten Beschickungsschlamm mit der Temperatur des ausgefaulten Klärschlamms aufzuheizen.

ÜBRIG BLEIBT KLÄRSCHLAMM

Nach dem Gärprozess in den Faultürmen wird der flüssige , ausgefaulte Klärschlamm im Nacheindicker statisch eingedickt und anschliessend in der Kammerfilterpresse unter Zugabe von Eisenchlorid und Kalkmilch abgepresst. Das dabei entstehende, trockene Material ist neben sauberem Wasser das zweite wesentliche Überbleibsel der Abwasserreinigung.

Der gepresste Ischler Klärschlamm wird seit Jahrzehnten   im Alpenvorland erfolgreich von Landwirten auf deren Ackerflächen als Phosphor- und Stickstoffdünger mit „Kalkzusatz“ aufgebracht. Natürlich werden die Qualität und die Aufbringungsmengen streng überwacht.

Der Reinhalteverband in Zahlen

Damit man sich vorstellen kann was der Reinhalteverband Wolfgangsee-Ischl leistet hier ein paar Zahlen:

0l/s
Max. Zulaufmenge
0EW
Ausbaugröße
0KM
Kanalnetzlänge
0
Betriebskosten jährlich
0m3
Max. Tagesmenge
0
In Betrieb seit
0%
Stromeigenproduktion
0t/a
Klärschlammmenge

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